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.STRUKTUR
." Wenn Sie sich ein kontrolliertes, dauerhaftes Finish wünschen, dann sind Sie bei hochverdichteten Kompaktscheiben richtig. "
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RICHTIGE AUSWAHL UND VERWENDUNG VON VLIESSCHLEIFMITTELN

Schleifmittel, die zum Finishen von metallischen und nichtmetallischen Werkstücken in Produktionsstätten verwendet werden, werden generell in zwei Hauptgruppen aufgegliedert: Schleifkörper aus gebundenem Schleifmittel (üblicherweise Schleifräder) und beschichtete Schleifmittel (Schleifbänder, -scheiben, -bögen usw.). Diese Erzeugnisse dienen dem Materialabtrag während des Produktionsprozesses. Es gibt aber noch eine dritte Kategorie von Schleifmitteln, die die spezialisierte und grundlegend wichtige Funktion des Vorbereitens und Ausführens des letzten Oberflächenfinishs erfüllen, das für Leistung und Aussehen des Werkstücks entscheidend sein kann: die Vliesschleifmittel

Bei der Herstellung der Produkte wird ein „Netz“ von Nylonfasern verwendet, die mit synthetischen Harzen miteinander verbunden werden (nicht verwebt – daher auch der Name „non-woven“). Die Fasern sind mit Schleifkörnern getränkt, wodurch ein gepolstertes, dreidimensionales Material entsteht, das biegsam ist, sich an das Werkstück anpasst und eine hohe Haltbarkeit aufweist. Vliesschleifmittel können die idealen Schleifprodukte zum Entgraten, Reinigen und Finishen auf einer breitgefächerten Palette von Materialien sein. Ein grundlegendes Verständnis davon, wie diese Erzeugnisse hergestellt werden, nach welchen Kriterien man sie auswählen sollte und wie sie optimal genutzt werden, kann dem metallverarbeitenden Betrieb dabei helfen, das gewünschte Oberflächenfinish zu erzielen

 
DIE ROLLE VON VLIESSCHLEIFMITTELN

Man sagt oft, dass Vliesschleifmittel dort ansetzen, wo bei anderen Schleifprodukten Schluss ist.

Durch die vergleichsweise geringe Aggressivität von Nylon und die Schleifkörner, die bei Vliesstoffe zum Einsatz kommen, sind sie hervorragende Werkzeuge zur Endverarbeitung. Vliesstoffe besitzen eine offene Netzstruktur, sind wasserfest, waschbar und nachgiebig. Sie laden sich nicht auf, sind korrosionsbeständig und nicht leitend. Ein normaler Vliesstoff ist so konstruiert, dass die Schleifkörner einheitlich im gesamten Nylonnetz verteilt sind, wodurch abgenutztes Schleifkorn und ermüdete Fasern ständig durch neues Material ersetzt werden. Während bei konventionellen Schleifmitteln eine Körnung von 60 bis 80 als Mittelwert gilt, wäre dies für Vliesprodukte bereits als grobkörnig zu bezeichnen.

Vliesschleifmittel können für eine Vielzahl von Metallen verwendet werden, so z.B. Aluminium, Messing, Kupfer, Nickel, Chromblech, Edelstahl und Titan, aber auch für andere schwer zu schleifende Materialien wie Keramik, Glas und Kunststoff. Die feucht oder trocken verwendbaren Vliesstoffe ermöglichen dem Nutzer, ein gleichbleibend ebenmäßiges Finish zu erzielen, bei optimaler Anpassung an unregelmäßige Oberflächen, Verringerung des Schmiereffekts und nur minimalen Verfärbungen des Werkstücks

 
BESTANDTEILE VON VLIESSCHLEIFMITTELN

Obgleich Vliesstoffe auf andere Weise hergestellt werden als konventionell beschichtete Schleifmittel, kommen bei beiden Produkttypen weitgehend die gleichen Schleifmineralien zum Einsatz. Dabei ist Siliziumcarbid das schärfere Material, mit dem sich ein schnellerer Materialabtrag und auf den meisten Oberflächen ein feineres Strichmuster erzielen lässt. Aluminiumoxid hingegen ist haltbarer und im Allgemeinen langlebiger. Es wirkt bei bestimmten Anwendungen (z.B. Teilen aus gehärtetem Stahl) aggressiver und auf Aluminium ruft es weniger Verfärbungen hervor. Wenn wir von Körnung reden, meinen wir damit die Größe der Schleifkörner, die dem Nylongewebe zugesetzt wurden. Eine niedrigere Körnungsnummer verweist auf eine höhere Korngröße. Werden größere Partikel verwendet (grobkörniges Material), so erhält man eine höhere Spanrate und eine rauere Oberflächenqualität. Hingegen liefern Partikel von geringerer Größe ein Vliesprodukt, das unter denselben Bedingungen ein feineres Oberflächenfinish ergibt.

KÖRNUNGSBEZEICHNUNG UND VERGLEICHBARE KÖRNUNGSBEREICHE

Bei konventionellen Schleifkörpern aus gebundenem oder beschichtetem Schleifmittel wird vom Käufer eine bestimmte Körnung gewählt, beispielsweise Körnung 120. Im Gegensatz dazu wird bei Vliesschleifmitteln eine der folgenden Bezeichnungen verwendet :
..

.Grob (C)

  050 –  080

 Mittel (M)

  100 –  150

 Fein (F)

  180 –  220

 Sehr fein (VF)

  240 –  360

 Superfein (SF)

  400 –  600

 Ultrafein (UF) . 600 –  800

 Mikrofein (MF)

. 1000 – 1200

..

Eine weitere Materialangabe bei Vliesschleifmitteln, mit denen Käufer konventioneller Schleifmittel vermutlich nicht vertraut sind, ist die Dichte. Damit wird die Menge der Bindemittel und Schleifkörner bezeichnet, die im Vliesprodukt verpresst wurden. Generell gilt, dass dichtere Produkte härter sind schneller Material abtragen, länger haltbar sind und ein feineres Finish ermöglichen als weniger dichte, weiche Erzeugnisse. Weichere Vliesschleifmittel mit geringerer Dichte passen sich jedoch besser an die Bearbeitungsoberfläche an und verringern die Gefahr, dass das Werkstück aufgeladen oder „verbrannt“ wird.

Zwei weitere Faktoren bei der Konstruktion und Fertigung von Vliesschleifmitteln ist die Größe der verwendeten Nylonfasern und die Art der eingesetzten Bindemittel. Die Fasergröße wirkt sich erheblich auf die Schneideeigenschaften des Erzeugnisses aus, und auch der Typ von wasserfestem Harz, mit dem die Fasern miteinander verbunden werden (und das Schleifkorn im Netz verankert wird), kann die Produkteigenschaften verändern. FibraNEX ® wählt die zweckmäßigste Fasergröße und das geeignete Bindemittel immer anhand der vorgesehenen Produktanwendung aus. Daher sind diese Angaben auch nicht in den Angebotsspezifikationen der Produkte enthalten.

Eine typische Angabe auf einem Vliesschleifmittel könnte so aussehen: 8 A/O MED. Die erste Stelle – in diesem Beispiel die Ziffer 8 – gibt die Dichte des Produkts an. Diese kann von 2 (offen/größte Kontaktfläche) bis 9 (am dichtesten/haltbarsten) reichen

Die zweite Angabe bezeichnet das verwendete Schleifmittel. Dabei steht „A“ oder „A/O“ für Aluminiumoxid, „S“ oder „SC“ hingegen für Siliziumcarbid. Die letzte Angabe – „MED“ – nennt schließlich die Körnung des Produkts, auf die bereits oben eingegangen wurde.

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